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Jobcenter legt schwangeren Frau Sex-Fragebogen vor

In der Stadt Stade ist es zu einem handfesten Skandal gekommen. Dort wurde einer schwangeren Frau als sie einen Antrag auf Arbeitlosengeld gestellt wurde ein Fragebogen vorgelegt, in dem sie detailliert Auskunft über ihre Sexualpartner geben sollte.

So wurde in dem Dokument nach dem vollen Namen und dem Geburtsdatum der Geschlechtspartner gefragt, die "während der gesetzlichen Empfängniszeit" in Frage kamen. Damit nicht genug, sollte man eine Frage später erklären, warum man zu dem Kindsvater keine Angaben machen kann. Diese Angaben sollten "ausführlich und nachvollziebar" sein. 

Frau weigert sich: Unterstützung wird zugedreht ... ! 

Sollte man sich weigern, dieses Formular auszufüllen, würde man, wenn man den Kindsvater "absichtlich verschweigt" laut Fragebogen eine Straftat begehen. Laut NDR wurde der Frau daraufhin für kurze Zeit die Unterstützung gestrichen. 

Mit diesen Fragen wollte das Jobcenter den Vater des Kindes ermitteln, um etwaige Unterhaltszahlungen zu prüfen. Allerdings schoss man damit weit über die Befugnisse und Gesetze hinaus. Die Frau ging mit dem Schreiben zu einem Anwalt, der den leeren Fragebogen veröffentlichte, um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen. "Die Frage nach dem Kindesvater liegt im Kompetenzbereich des Jugendamtes, nicht des Jobcenters." 

Mittlerweile wurde der Fragebogen aus dem Verkehr gezogen. Es handelte sich dabei scheinbar um den Alleingang eines Mitarbeiters. Er orientierte sich an Fragen des Jugendamts, ein falscher Schritt. Das Jobcenter hat sich mittlerweile bei der jungen Frau entschuldigt. Von der Bundesstelle hieß es zu dem Vorfall: "Das Formular ist absolut indiskutabel. Wir erwarten, dass entsprechende Konsequenzen gezogen werden."

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